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AMNESTY INTERNATIONAL ist eine weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich AMNESTY gegen schwer wiegende Menschenrechtsverletzungen. Nähere Informationen finden Sie auch unter www.amnesty.de und www.amnesty.org.
In der deutschen Sektion von AMNESTY INTERNATIONAL gibt es zwei Gruppen von Juristinnen und Juristen, in Berlin und in Köln. Hier arbeiten Juristen verschiedener Berufsrichtungen sowie Jurastudenten und Rechtsreferendare in der Überzeugung mit, dass es beim Menschenrechtsschutz um den Kernbereich juristischen Bemühens geht: um die Beachtung von Grundrechten und Grundfreiheiten, um Verfahrensgarantien und um die Unabhängigkeit der Justiz. Die Kölner Gruppe möchte Juristinnen und Juristen für das Thema Menschenrechte sensibilisieren, sie informieren und ihnen Möglichkeiten eigenen Engagements aufzeigen.
Die Arbeitsgruppe organisiert Veranstaltungen zu menschenrechtlichen Themen mit juristischem Bezug.
Dabei geht es in erster Linie um internationale Brennpunkte wie Guantánamo, die Lage im Sudan oder im Irak. Aber auch allgemeinere Fragestellungen wie Corporate Social Responsibility, Wiedergutmachung für Folteropfer, Todesstrafe und internationale Strafgerichtsbarkeit standen bereits auf dem Programm. Als Referenten laden wir meist Praktiker wie Menschenrechtsanwälte oder NGO-Mitarbeiter ein, die von ihrer Arbeit vor Ort berichten, und Rechtswissenschaftler, die einen tieferen Einblick in die juristische Problematik vermitteln.
Eine vollständige Übersicht unserer bisherigen Veranstaltungen finden Sie unter Veranstaltungen.
Daneben verschickt die Arbeitsgruppe „Urgent Actions” mit vorformulierten Briefentwürfen an interessierte Juristinnen und Juristen. Dies sind Eilaktionen, die bereits Tausenden von Menschen das Leben gerettet haben. Immer wenn AMNESTY INTERNATIONAL von willkürlichen Festnahmen, „Verschwindenlassen”, Morddrohungen oder drohenden Folterungen oder Hinrichtungen erfährt, wird eine Urgent Action gestartet. AMNESTY ruft dann weltweit dazu auf, an die verantwortlichen Regierungen zu appellieren, drohende Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden. Von der Arbeitsgruppe werden einzelne Urgent Actions ausgewählt, für die ein Appellbrief entworfen wird. Meist geht es um Juristen als Opfer oder als Täter von Menschenrechtsverletzungen, um Verweigerung des Rechts auf Zugang zu einem Rechtsanwalt oder um die Verletzung völkerrechtlicher Verträge. Der Briefentwurf wird dann per e-mail verschickt. Mittlerweile umfasst unser dafür eingerichteter Verteiler ca. 200 Adressen. Durch die Übernahme des vorformulierten Appellbriefes können die Empfänger mit geringem zeitlichen Aufwand einen Beitrag zur Abwendung von Menschenrechtsverletzungen leisten, die sich häufig gegen Kolleginnen und Kollegen, Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälte richten. In der Regel werden zwei Urgent Actions im Monat verschickt.
Eine Anmeldung (auch für interessierte Nichtjuristen) ist über unsere Webseite (Rubrik Mitmachen) möglich. Dort findet sich auch der jeweils aktuelle Briefentwurf mit zusätzlichen Informationen.
Informieren Sie sich über unsere Arbeit in den letzten Jahren. Lesen Sie unsere Tätigkeitsberichte der Jahre